Erlebnispädagogik

Erlebnispädagogik im Bereich der Sozialpädagogik ist ein handlungsorientierter Ansatz, der nach unserem Verständnis folgende Elemente in einem Konzept pädagogisch zielgerichtet verbindet:
Das Erlebnis – persönlich bedeutsame Natur-, Gruppen – und Icherlebnisse
Die Gruppe – Interaktionserfahrungen mit der Gruppe (soziales Lernen)Die Natur – „heilende“ Kraft der Natur
(Definition von EPA)

Durch die ständigen Reizüberflutungen (Medien und Umwelt) können die Jugendlichen vieles nicht mehr erleben und unmittelbar erfahren, anstelle eigener Abenteuer tritt der Fernseh – Computer oder Filmheld. Die Erfahrungen, die Jugendliche in der Schule, Jugendarbeit, Freizeit machen, sind oft wirklichkeitsfremd und es fällt schwer, diese mit dem Kopf wahrgenommenen Erfahrungen in ihre Alltagswelt zu übertragen. Die Bewegungsspielräume für Jugendliche (außerhalb von Jugendarbeit und Schule) sind knapper geworden. Und doch brauchen Jugendliche solche Erfahrungsräume, die unmittelbare, alltagsrelevante Erfahrungen mit Ernstcharakter anbieten.

 Möglichkeiten und Chancen von Erlebnispädagogischen Aktivitäten:

  • ein besseres Verstehen von Gruppenkonflikten, des eigenen Verhaltens und der Grenzen,
  • Auseinandersetzen mit der körperlichen Leistungsfähigkeit (Grenzerfahrungen – die aber nicht lebensbedrohlich sind oder gesellschaftlich sanktioniert werden),
  • nachhaltige Wirkung bei den Jugendlichen durch unmittelbare Erlebnisse,
  • Gruppeninteraktionen (- wie erlebe ich mich, und wie erlebe ich die anderen) u.a.

Erlebnispädagogik orientiert sich an folgenden didaktischen Prinzipien:

  • nicht nur reden, sondern handeln
  • neue Beziehungsformen zwischen JugendarbeiterInnen und Jugendlichen
  • Kontrasterfahrungen: a) Neubestimmung des Verhältnisses von Arbeit und Freizeit (ganzheitliche Lebenserfahrungen), und b) “Heraus aus der Betonwüste! (neue Erfahrungen mit und in der Natur).  

Außerdem: Alle wirken mit, sind mitverantwortlich, lernen an den Konsequenzen des eigenen Handelns, kleine Schritte – gemeinsam – zur Bewältigung der Aufgaben. 

Auch im Jugendzentrum St. Paulus, soll die Erlebnispädagogik „Fuß fassen“. Individuelles Lernen, soziales Lernen in Gruppenprozessen und ökologisches Lernen steht im Zentrum der Arbeit.

(auszugsweise aus www.praxis-jugendarbeit.de)

Mittel zur Umsetzung sind:

  • gruppendynamische Interaktionsspiele ( z.b. New Games, wie: Vertrauensübungen, Blindenführen, Geschicklichkeitsspiele) – meist zu Beginn einer erlebnispädagogischen Freizeit; -> Warming Up, Vertrauen zu anderen Gruppenmitgliedern entwickeln
  • Erlebnispädagogische Aktivitäten (Biwak, Wanderungen etc.)

Mindestens 1x pro Jahr soll eine gemeinsame Aktion stattfinden, wo für mindestens zwei oder auch mehrere Tage, gemeinsam mit einer Gruppe Jugendlicher außerhalb des Jugendzentrums freie Zeit verbracht wird. Dazu bietet sich besonders das Medium „(Wald)“Biwak an.

Je nach Möglichkeit und Interesse der Jugendlichen im Offenen Jugendtreff Space werden auch während der normalen Öffnungszeiten kooperative Übungen angeboten, um einzelnen Jugendlichen aber auch der Gruppe zu ermöglichen, mit und voneinander zu lernen.

Falls ihr neugierig geworden seid und gerne dabei sein wollt, meldet euch im Offenen Jugendtreff Space oder direkt bei Manuel!

Ansprechpartner:
Manuel Rott
Geb: 1976, Schlosser, Dipl. Heilpädagoge, Erlebnispädagoge
Caritas Tirol – youngCaritas
Heiliggeiststrasse 16
6020 Innsbruck
Mobil: +43 (0) 676 87 30 6230
E-Mail: m.rott.caritas@dibk.at